NABU Gruppe Poppenhausen / Wasserkuppe

Pressebericht der Hauptversammlung 2016


Naturschutz im Jahr des Stieglitz

NABU-Gruppe Poppenhausen zieht Bilanz.

Anlässlich der  Jahreshauptversammlung  berichtete Vorsitzender  Karlheinz Kern über die vielfältigen Aktivitäten der Gruppe im  Jahr des Stieglitz´. Der Jahresvogel, auch Distelfink genannt, ist bedroht durch chemische Unkrautbekämpfung in der Landwirtschaft und im Siedlungsbereich.  Die Population habe sich in den letzten zwanzig Jahren fast halbiert.

Kern informierte über die gut besuchten Fledermausexkursionen am Guckaisee, Amphibienschutzmaßnahmen, die Rotmilankartierung, Bürgerberatung bei Wespen- und Hornissenbelästigung, Osterputz der Gemeinde und Durchführung der Projekttage der hiesigen Grundschule zum Thema "Wasser: Feststellung der Güteklasse einheimischer Fließgewässer".  Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung "850 Jahre Poppenhausen" präsentierte sich der NABU mit Beiträgen zu dem Motto "Natur im besiedelten Bereich". Ein themenbezogenes Kinderprogramm unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Jestädt fand begeisterten Zuspruch.
Mit 1.000 €uro beteiligte sich die NABU-Gruppe an der Finanzierung des durch die Gemeinde errichteten  Schwalbenhauses in der Ortsmitte.

Leider, so Kern, sei der im Turm der katholischen  Kirche installierte Dohlenkasten noch nicht belegt, was Verbesserungen erfordere. Außerdem fehle dort noch ein Nistkasten für Turmfalken. Insgesamt solle sich hier ein Lebensraum für bedrohte Arten entwickeln, wie dies  von der Deutschen Bischofskonferenz gefordert werde.
Besonders aufwändig, so der Vorsitzende, sei seine Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Naturschutzverbände des Landkreises Fulda (AGN). In deren Namen würden Stellungnahmen zu den  Bauleitplanungen der Gemeinden erarbeitet.
Seit der Neueröffnung des "NABU-Hauses am Roten Moor" im letzten Jahr führt Kern dort  Gruppen im Auftrag des NABU-Landesverbandes Hessen durch das Rote Moor und die integrierte Ausstellung "Moorfibel".
Kern dankte den Mitgliedern für die Mitarbeit, insbesondere Daniel Schmidt für dessen Initiative zur Einrichtung und Pflege der eigenen NABU-Internetseite.

Seinen Dank richtete er auch an die  Gemeinde für  materielle Unterstützung  der Gruppenarbeit und den Maschineneinsatz im Bereich des Amphibienschutzes. Allerdings übte er auch Kritik an den häufig nicht fachgerecht ausgeübten Pflegearbeiten beim  Heckenschnitt, an Gewässerufern und  dem unsensiblen  Fällen alter, für Natur, Kleinklima und das Ortsbild bereichernde Bäume. Dies entrüste   auch viele Bürger, die sich aber dann oft beim NABU beschwerten. Die radikale Abholzung der Erlen beidseitig der Lütter im Sportplatzbereich verstoße übrigens, so Kern, klar gegen die Empfehlungen der Fachbehörden, die der Gemeinde immer wieder ihre Unterstützung anböten. Hier sei, so die einhellige Meinung der NABU-Aktiven, ein idyllischer Naturraum mit fragwürdigen Begründungen wie Laubfall und Schattenwurf, auf lange Zeit geschädigt worden.

Der NABU Poppenhausen sucht den Kontakt zu Bürgern und Institutionen, um gemeinsam mit vielen Mitstreitern weiterhin als Anwalt der Natur seiner satzungsgemäßen Aufgabe gerecht zu werden.

mail: karlheinz_kern@gmx.de
web:  nabu-poppenhausen.de